Kontakt

 

Ansprechpartner:

Frau Dagmar Lenters

Bahnhofstr. 8a
48356 Nordwalde

Tel.: 02573 799 8871

Kontakt

Wie alles begann

Die Gründung und Gründungsjahre
Anfang 1963 hat der VdK Nordwalde zur Kenntnis genommen, dass Kriegsversehrte im Rahmen ihrer Möglichkeiten Sport betreiben können. Es wurde vom VdK eine Liste in Umlauf gebracht, in der sich sportinteressierte kriegsbeschädigte eintragen konnten, mit der Möglichkeit zu turnen und zu schwimmen. Die Kriegsbeschädigten Teilnehmer mussten eine MdE (Minderung der Erwerbstätigkeit) von mindestens 30 Prozent haben. Es trugen sich etwa 15 – 20 Personen ein.

Aufgrund dieser Situation trafen sich im Sommer 1963 ca. 8 Sportinteressierte in der Ratsschänke Watermann, um die Gründung eines Sportvereins zu besprechen. Das Interesse war groß. Nach langen Gesprächen hat man Theo Uhlenbrock vorgeschlagen, die Gründung des Vereins in die Wege zu leiten. Er lehnte jedoch ab. Die Versammlung löste sich ergebnislos auf.

Im August 1963 fand erneut ein Treffen der Interessierten statt. Man konnte wieder nicht zu einer Einigung gelangen, wer die Arbeit übernehmen sollte. Theo Uhlenbrock lehnte erneut ab und die Versammlung endete wieder ergebnislos.

Im Herbst 1963 traf  Theo Uhlenbrock in Münster bei der orthopäd. Firma Kellner den Bezirkssportwart Jürgen Koch aus Burgsteinfurt. Dieser drängte darauf, doch in Nordwalde eine VSG-Gruppe zu gründen. Jürgen Koch wollte 2 Filme besorgen, die bei einer Gründungsversammlung  die Möglichkeiten der Versehrtensportes aufzeigen sollten.

Im Dezember 1963 fand die erneute Versammlung in der evangelischen Jugendbildungstätte statt. Das Interesse an den Filmen war groß und man beschloss, nun endlich den Verein zu gründen:

erster Vorsitzender wurde Pastor Walter Nolting
Sportarzt wurde Dr. Edmund Brockötter
Geschäftsführer wurde Theodor Uhlenbrock
Kassierer wurde Bruno Ruchatz
Sozialwart wurde Theodor Uhlenbrock
Danach nahm Theodor Uhlenbrock Kontakt zu verschiedenen Vereinen in der Nachbarschafft auf. Er fuhr mit seinem privaten PKW unter Mitnahme mehrerer Kameraden einige Zeit zum Schwimmen ins Hallenbad am Zoo in Münster.

Es mussten auch allerlei Formalitäten erledigt werden, z.B:    

Meldung beim Versorgungsamt
Anerkennung durch das Versorgungsamt
Bereitstellung der Sportstätten in Nordwalde
Kostenerstattung für den laufenden Betrieb
Übernahme der Kosten für den Bus, der später zu Schwimmen nach Münster fuhr
Vom Versorgungsamt wurden Sportgeräte und Bekleidung für die aktiven Sportler zur Verfügung gestellt
Nach Abwicklung all dieser Formalitäten wurde die Gründung der VSG auf den 01.04.1964 festgesetzt. Theodor Uhlenbrock wurde vom Versorgungsamt sofort als Übungsleiter anerkannt. So konnten die sportlichen Aktivitäten mit Sportbetrieb aufgenommen werden.

Im Laufe der 70er Jahre beschloss die Versammlung auf Vorschlag des Vorstandes, den Verein beim Amtsgericht in Steinfurt in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Die Eintragung und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit brachten dem Verein Vorteile und einen größeren Gestaltungspielraum.

Die 80er und 90er Jahre
Die Vorarbeiten seit Gründung fingen an sich auch in den sportlichen Bereichen auszuzahlen, 1980 stiegen die Prellballer in die Landesliga NRW - höchste Spielklasse des BSNW - auf. Im gleichen Jahr wurde auch ein wichtiger Grundstein für die kommenden Jahre gelegt: die Gründung der Kinderschwimmgruppe, die in den folgenden Jahren über 60 Mitglieder umfasste. Im Jahr darauf, 1981 verzeichnete die VSG als Bezirksmeister Fußballtennis einen weiteren Erfolg. Dieser wurde nur noch 1984 durch Günter Matlik als Bundessieger Schwimmen übertroffen. Ein kleiner Verein zwar, aber mit beachtlichen Erfolgen!

Als die Anzahl der Kriegsversehrten in den Vereinen durch Tod oder Alter geringer wurden, wandelte die VSG 1990 sich in die BSG ( Behindertensport-Gemeinschaft ) um. Es wurde bereits vorher schon immer so gehandhabt, dass auch nicht kriegsversehrte Menschen mit Behinderung an den Übungen teilnehmen konnten. Im Jahr darauf, 1991 krönten die Prellballer mit der Westfalenmeisterschaft ihr erfolgreichstes Jahrzehnt.

Das neue Jahrtausend
2006 richtete die BSG zusammen mit dem SCN die deutschen Meisterschaften im Prellball in Nordwalde aus. Eine große und erfolgreiche Veranstaltung bei der die Nordwalder als Ausrichter, den Gästen in der Platzierung den Vortritt ließen. Zwei Jahre später, 2008 erreichten die Hallen-Boccia-Mannschaften der BSG Nordwalde mit dem 3. Platz und der Landesmeisterschaft NRW ihren vorläufigen Höhepunkt, dieser wurde durch die erfolgreiche Titelvertreidigung 2009 nochmals gekrönt. Seit 2010 stellt die BSG Nordwalde mit Martina Rathmann, Birgit Menke und Manuela Pohl einen Großteil der Auswahlspielerinnen für Nordrhein-Westfalen im Hallen-Boccia.

Auch in dieser Epoche blieb unsere Gesellschaft nicht vor Veränderungen verschont die Auswirkungen auf das Vereinsleben hatte. Im Jahr 2011 - auch als sichtbares Zeichen nach außen hin - wurde die BSG in Bewegungssport-Gemeinschaft umbenannt. Im selben Jahr errangen die Hallen-Boccia-Spezialisten die Landesmeisterschaft und die Vizelandesmeisterschaft NRW. 2012 wurde der 3. Platz bei den Landesmeisterschaften und der 4. Platz bei den Deutsche Meisterschaft Hallen-Boccia errungen.

Auch die Prellballer erreichten den 3. Platz bei den Landesmeisterschaften, ebenso wie auch in 2013. Dieses Ergebnis wurde 2014 mit der Vizelandesmeisterschaft Prellball nochmals verbessert. Im September stehen noch die deutschen Meisterschaften im Hallen-Boccia an, bei denen die BSG mit 2 Mannschaften teilnehmen wird. Hier werden sich noch Chancen ausgerechnet.

Ereignisse
1.
Mitte der 60er Jahre erwarb ein hoher Prozentsatz der Vereinsmitglieder das Sportabzeichen. Der hiesige Verein lag damit an der Spitze in NRW. Aus dem Grund führte der WDR ( auf Veranlassung des Landessportbundes ) ein Interview mit Theodor Uhlenbrock, das live ausgestrahlt wurde. Erich Lenters und weitere Kameraden sorgten für das sportliche Hintergrundgeräusch. Sie spielten Prellball.

2.
Der Vertreter der Germania Brauerei suchte einen Verein für einen gemütlichen Abend. Theo Kordt ( Inhaber der Krone ) schlug die VSG vor, deren Mitglieder sich regelmäßig nach dem Übungsabend im Hotel zu Krone versammelten. Der Vertreter der Brauerei war Ballonfahrer und Präsident des Ballonclubs Münsterland. Da ihm der Abend gut gefiel, lobte er eine Ballonfahrt aus, die durch Knobbeln vergeben werden sollte. Bei der Damengruppe gewann Helga Bücker ( Frau von Hugo Bücker ) die Fahrt. Bei den Männern war Theo Uhlenbrock der Gewinner. Im Mai 1973 fand die Fahrt dann bei schönem Wetter statt. Der Start war in Marl, gelandet sind sie in der Nähe vom Flughafen Füchtorf ( Steinfurt ). In der Gaststätte Ahlintel und anschließend im Hause Bücker wurde kräftig gefeiert.

3.
Anfang/Mitte der 60er Jahre wurde auf Betreiben von Erich Lenters die Fahrt um den „Goldenen Lenker“ als Veranstaltung der VSG zum erstenmal ausgetragen. An dieser Veranstaltung konnten alle Bürger teilnehmen. Die Streckenposten wurden größtenteils von der VSG gestellt ( s. auch Film von Felix Otte ).

Zur Anmeldung